Dr. Günther Jungmeister

Arzt für Allgemeinmedizin, Arzt für psychosoziale Medizin, Arzt für             psychosomatische Medizin, Arzt für psychotherapeutische Medizin,           Aktuelles Fortbildungsdiplom

PSYCHOSOMATISCHE MEDIZIN

Früher trennte man den Menschen in Seele (Psyche) und Körper (Soma). Dies entspricht dem dualistischen Psychosomatik-Begriff. Die heutigen modernen wissenschaftlichen Erkenntnisse gehen weit über diese einfache Sichtweise der Zweiteilung in Seele und Körper hinaus. Sie bestätigen ein andauerndes komplexes sich ständig anpassendes Verflochtensein von Körper, Gefühlen und Umfeld. Traditionell wird weiterhin der Begriff Psycho-Somatik verwendet, auch wenn ein komplexes bio-psycho-öko-soziales Verständnis die psychosomatischen Denk- und Handlungsleitlinien bestimmt.

  • Unter dem Begriff Psychosomatik wurden früher ausschließlich Beschwerden und Erkrankungen zusammengefasst, für die man keine organischen Ursachen finden konnte. Man meinte, sie seien sozusagen „psychisch" bedingt.

  • Das heutige Fachgebiet der Psychosomatik aber bezeichnet jenen Bereich der Medizin, in dem die Berücksichtigung der vielschichtigen Wechselwirkungen und Zusammenhänge zwischen Körper, Gefühlen und beruflichem und privatem Umfeld für den Heilungs- und Genesungsprozess von Beschwerden und Erkrankungen erforderlich und hilfreich ist.

  • Psychosomatik ist so gesehen, die Wissenschaft und Heilkunde von den wechselseitigen Beziehungen psychischer, sozialer und körperlicher Vorgänge in ihrer Bedeutung für Gesundheit und Krankheit von Menschen. Sie befasst sich mit leib-seelischen Vorgängen im Gesunden und Kranken, zeigt sich in einer bio-psycho-öko-sozialen Grundhaltung und betrifft die Allgemeinmedizin ebenso wie alle medizinischen Fachrichtungen.

  • Mit dem klinischen Fachgebiet Psychosomatik wird eine Spezialdisziplin benannt, die sich wissenschaftlich und in ihrem Versorgungsauftrag für die Bevölkerung mit jenen Krankheitsbildern befasst, bei deren Entstehung und Aufrechterhaltung körperliche, seelische, geistige und soziale Zusammenhänge und Wechselwirkungen zentrale Beachtung finden und auch in der Behandlung von Störungen Bedeutung haben. Dieses Konzept einer ganzheitlichen Heilkunde ist für die erfolgreiche Behandlung psychosomatischer Erkrankungen von großer Bedeutung.

  • Psychosomatische Medizin ist eine fächerübergreifende Denk- und Arbeitsweise in Diagnostik und Therapie bei Krankheitszuständen, die über die organmedizinische Sichtweise hinausgehend, auch emotionale Faktoren und die gesamte Lebenswelt mit einbezieht.

Immer dann, wenn 

  • seelisch-emotionales Unbehagen, wie Angst, Depression, Burn-Out oder 
  • belastende soziale Situationen, wie Mobbing, Beziehungskrisen oder 
  • körperliche Erkrankungen und Behinderungen 
  • Stress erzeugen und Schmerzen, Beschwerden sowie Kranksein verursachen oder verschlechtern, 

dann ist Fachwissen der Psychosomatik gefragt. Etwa ein Drittel der PatientInnen in einer Allgemeinpraxis leidet an körperlichen Beschwerden, die sich organmedizinisch fürs Erste nicht erklären lassen.

  • Die PatientIn fühlt sich krank oder hat Schmerzen und Beschwerden, die HausärztIn aber „findet bei der herkömmlichen medizinischen Abklärung nichts". 
  • Oft liegt eine hohe seelisch-emotionale Belastung vor, die vielfältige Ursachen im beruflichen und privaten Umfeld der Erkrankten haben können.
  • Ein endloser Irrweg von einem Spezialisten zum anderen mit vielen kostspieligen Untersuchungen kennzeichnet den Leidensweg.

PSYCHOTHERAPEUTISCHE MEDIZIN 

Es handelt sich bei diesem Angebot um eine Privatleistung.

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Was ist Psychotherapie?

Das Ziel einer Psychotherapie ist es, seelisches Leid zu heilen oder zu lindern, in Lebenskrisen zu helfen, gestörte Verhaltensweisen und Einstellungen zu ändern und die persönliche Entwicklung und Gesundheit zu fördern. Psychotherapie ist ein eigenständiges Heilverfahren im Gesundheitsbereich für die Behandlung von psychischen, psychosozialen oder auch psychosomatisch bedingten Verhaltensstörungen und Leidenszuständen. Die Ausübung der Psychotherapie ist seit 1991 im Psychotherapiegesetz, BGBl. Nr. 361/1990 geregelt.

18 Gründe, Psychotherapie aufzusuchen:

(Quelle: Österreichischer Bundesverband für Psychotherapie)

  • Ich bekomme rasendes Herzklopfen und Angst, daß ich sterben muß.
  • Ich fühle mich krank und es gibt keinen medizinischen Befund.
  • Ich vermeide es, bestimmte Dinge zu tun, die ich gerne tun würde.
  • Ich habe Probleme beim Ein- und Durchschlafen.
  • Ich plage mich oft mit Gedanken, von denen ich glaube, daß ich mit niemandem darüber reden kann.
  • Ich habe Angst vor dem Kontakt zu Mitmenschen, vor großen Plätzen, vor engen Räumen, vor Autoritäten, vor bestimmten Tieren.
  • Ich fühle mich lustlos, erschöpft und ständig überfordert.
  • Ich befinde mich in einer belastenden Umbruchsituation (Tod einer nahestehenden Person, Arbeitslosigkeit, Scheidung, Trennung, Unfälle).
  • Ich bin oft niedergeschlagen und habe keine Freude am Leben.
  • Ich denke manchmal an Selbstmord.
  • Ich lebe in einer schwierigen Beziehung, sie nimmt mir die Luft zum Atmen.
  • Ich bin süchtig (nach Alkohol, Drogen, Essen, Hunger, Liebe, Spiel).
  • Ich kann ohne bestimmte Rituale nicht leben, obwohl diese mein Leben sehr einengen.
  • Ich möchte mein Entwicklungspotential besser ausschöpfen und weiß nicht, wie.
  • Ich möchte meine Beziehungen verbessern und brauche dazu Rückmeldungen über meine Stärken und Schwächen.
  • Meine Kinder brauchen meine Unterstützung, und ich fühle mich dabei oft überfordert.
  • Ich komme mit meiner Sexualität nicht zurecht.
  • Ich kann mich oft nicht entscheiden, und das quält mich.


Dr Günther Jungmeister